Chris Hinze und weitere Künstler zeigen Kunstwerke in Glindow

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Am kommenden Sonntag (4. September) ist die altehrwürdige Ziegelei Glindow Ort einer Vernissage. Dann werden drei Künstler-innen, nämlich Hella Berent (Köln), Chris Hinze (Potsdam) und Johannes Pfeiffer (Lanzo, Italien) ihre auf dem Gelände der alten Ziegelei geschaffenen Kunstwerke vorstellen.

Die Installationen sind dann vorwiegend im alten stillgelegten Ringofen, neben dem noch produizierenden Denkmal, zu sehen.

Am 4. September um 16 Uhr werden die Kunstwerke bei einem Fest zur Vernissage in Glindow vorgestellt.

Eintritt: frei

Tipp: Am 11. September laden Kulturland Brandenburg mit der Geschäftsführerin Brigitte Faber – Schmidt und die Potsdamer Kulturinitiative Salon e.V. zu einer weiteren Lesung in einstigen „Ziegelringofen der Residenz“ (Fontane) ein.

Beginn: 16 Uhr

Eintritt: 10, ermäßigt 6 Euro

Kartenbestellung: Tel.: 0331/ 279111,

E-Mail: harald.dieckmann@potsdam.de

Wer es dieses Jahr nicht schafft, eine Karte zu bekommen, ein kleiner Trost. 2019 wird der 200. Geburtstag des märkischen Wanderers Theodor Fontane gefeiert. Und Harald Dieckmann von Salon e.V. wäre nicht der Potsdamer Kulturenthusiast, wenn er nicht schon Ideen für das Jahr 2019 in petto hätte – sicher auch wieder zusammen mit Kulturland e.V..

Theodor Fontane hat den Ziegelringofen in Glindow bei Potsdam schon 1873 beschrieben. Der Ofen ist der letzte von einst mehr als 30 und gilt als europaweit einmalig. Noch heute wird in dem technischen Denkmal produziert. Der Ofen am Glindower See ist legendär. „Was Werder für den Obstkonsum der Hauptstadt ist, das ist Glindow für den Ziegelkonsum.“ In diesem Fontanezitat steckt die Bedeutung, die die Ziegeleien einst für Berlin hatten. Vom Ufer des Glindower Sees aus wurden die mit Steinen beladenen Schiffe in die expandierende Hauptstadt gebracht. „Berlin ist aus dem Kahn gebaut“, wurde so schnell zum geflügelten Wort.

Adresse: Neue ZIEGEL-MANUFAKTUR Glindow UG,  Alpenstraße 47, 14542 Werder/H., Tel.: 03327/66490, E-Mail‘:info@ziegeleimanufaktur.com, Homepage: www.ziegeleimanufaktur.de

Hier weitere Informationen zu Kulturland Brandenburg und Glindow.

Kurz vor dem Abflug

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P1150204 P1150201 P1150200Gestern wurde ich gefragt, ob die Störche im Potsdamer Ortsteil Marquardt noch da sind. Gerade eben waren sie noch da: nach den morgendlichen Flugübungen ruhen sie gerade auf dem First des Landgasthofes „Zum alten Krug“ aus. Weddingplaner und Gastwirt Christian Schulze meinte soeben: „Sie werden uns wohl zum Wochenende verlassen. Fliegen können sie schon ganz gut. Jetzt zeigen ihnen die eltern, wie es mit dem Futter sammeln geht.“…

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Noch sind die Störche da, noch..

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Welch Schreck heute Mittag., ein leeres Nest. Sind die Störche auf dem Horst im Potsdamer Ortsteil Marquardt bereits gen Süden unterwegs ?

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Aber nein, noch sind sie da, sie haben mit den Eltern Flugübungen gemacht. Zumindest diese Nacht verbringen sie noch im heimischen Nest.

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Anfang April waren die Eltern angekommen und hatten das Nest gegenüber dem Landgasthof „Zum alten Krug“ bezogen.

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Erfahrungsgemäß sind die Störche um den 20. August wieder weg – mit ihren drei Kindern.

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Potsdams angesagtester Wohnmobilstellplatz

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Wohnmobile in Marquardt
Wohnmobile in Marquardt

Es ist die Sommerüberraschung schlechthin. Seit es nebem dem Landgasthaus „Zum alten Krug“ im Potsdamer Ortsteil Marquardt einen Wohnmobilstellplatz gibt, überschlagen sich die positiven Bewertungen im Internet förmlich. Zu finden auf der App promobil und der Webseite promobil.de.

Mittlerweile genießt der Wohnmobilstellplatz, kurz hinter dem Ortseingang von Marquardt, regelrecht Kultstatus. Innerhalb weniger Wochen erhielt der Platz 55 positive Einträge auf promobil. Soviel hat keiner der anderen Potsdamer Stellplätze.

Eine zufällige Erfolgsgeschichte

Dabei hatte alles so einfach begonnen. Im Mai wurde Michael Schulze, der zusammen mit Christian Schulze das traditionsreiche Landgasthaus führt, von einem Wohnmobilisten gefragt, ob dieser sich eine Nacht auf den Parkplatz neben dem Landgasthaus stellen darf.

Die Gastfreundschaft des Ehepaares Schulze und der Marquardter Einwohner sprach sich in bei den Fahrern der Womos und Wohnanhänger schnell herum. An manchen Abenden ist der Platz, derzeit passen je nach Größe sechs bis sieben Womos auf den Platz, voll.

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Der nahe Lenne`park, Schloss (früher einmal ein Kempinski-Hotel), und der Badestrand am Schlänitzsee sorgen für eine hohe Aufenthaltsqualität. Zudem gibt es eine stündliche Regiobahnverbindung (RB 21) sowie Buslinie nach Berlin bzw. Potsdam. „Besser kann man am Rand von Potsdam nicht stehen,“ so ein Internetuser. Andere Gäste loben die deftige Hausmannskost im Landgasthaus des Ehepaares Schulze.

Gratis dazu: Storchenfeierabend oberhalb des „Lavendelhofs“ gegenüber der Kirche von Marquardt.

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Flugübungen im Storchennest

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Drei Kilo und mehr Nahrung verspeisen die drei Jungstörche auf dem Storchennest gegenüber vom Landgasthof „Zum alten Krug“ in Marquardt täglich. Unermüdlich schleppen Mutter und Vater Adebar die Mäuse, Regenwürmer, Insekten und Frösche herbei. Manchmal sind auch kleine Fische oder Schlangen darunter. Die Jungstörche scheinen es irgendwie hinzukriegen, dass sie bei aller Freude über das herangeschaffte Futter nicht aus dem Nest fallen beim täglichen Verteilungskampf. Das wäre auch fatal, denn noch können sie ja nicht fliegen. Immer wieder ermuntert ein Altstorch die Jungen, dass sie mit den Flugübungen beginnen.

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Josef Grütter verfasste dazu ein Gedicht:

Bald geht’s auf große Tour!

Seht her, wie groß mein Segel schon ist.

Fast zwei Meter es sicherlich misst!

Habe es schon getestet mal kurz auf des Nestes Rand.

Mein Bruder war imponiert, klapperte: „Allerhand!

Gewiß! Mußt aber gar nicht so protzen

und vor Übermut strotzen.

Wenn ich ausfahre meine Schwingen,

werden die da unten mir ein Loblied singen

ob der großartigen gestreckten Flügel,

auf denen ich bald gen Süden segel.

 

Bis dahin sollten wir nicht so laut tönen,

als ob wir könnten uns selbst schon verwöhnen.

Lassen wir doch unsere Eltern noch etwa zwei Wochen

heranschleppen köstliche weiche Fröscheknochen

und andere Delikatessen aus dem Wiesengrund

für unseren stets hungrigen Schlund.

 

Freue ich aber auch langsam auf den großen Flug

von dem die Eltern erzählten genug.

Möchte bald selbst sehen die fremden Gefilde

und machen mir ein eigenes Bilde.

Euch da unten sei heut schon geklappert, vermeld:

Die Tage in eurem Ort sind gezählt.

Es war schön, über euch zu thronen im Nest.

Bereitet schon mal vor ein Willkommensfest!

Denn kommen im nächsten Jahr bestimmt wieder

und klappern euch neue melodische Lieder.

Marquardt, den 1. August 2016

  1. G.

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So langsam geht’s aber los ….

 

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Übung macht den Meister. Denn in 4 Wochen sind sie wieder gen Süden unterwegs – die Störche vom Marquardter Storchennest.

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Erinnern wir uns, im Jahr 2015 verließen sie den Potsdamer Ortsteil am 20. August.

2014 bereits am  17. August.

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Hier gehts zum Video

Wo ist die Rutsche hin ?

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Es ist angeblich Europas größte aufblasbare Rutsche: die Wasserrutsche auf dem Gelände von Karls Erlebnishof in Elstal an der B 5.

11 Uhr fotografierte ich das Ungetüm.

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Gegen 12.15 Uhr fuhr ich wieder dort vorbei: die Rutsche war weg. Eine Fata Morgana. Zwischenzeitlich gab es ein Gewitter. Was mag passiert sein ?

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Antwort lieferte Jaana Trebenius von der PR – Abteilung: „Laut Herstellervorgaben sind wir angehalten, die Rutsche bei Gewitter und/oder Sturm abzulassen und ggf. in Sicherheit zu bringen. Also keine Angst, sie wird bald wieder stehen.“Und nun kann wieder gerutscht werden.

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Vorsicht: Zug kommt

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aufgenommen in Werder/Havel
aufgenommen in Werder/Havel

 

Sicher durch die Sommerferien – Bahn und Bundespolizei appellieren an Kinder und Jugendliche: Bahnanlagen sind kein Abenteuerspielplatz!

Jeder Unfall ist einer zu viel • Selfies im Gleis und Klettern auf abgestellte Züge sind nicht cool, sondern lebensgefährlich • Kostenloses Informations- und Unterrichtsmaterial online abrufbar

Endlich – in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern stehen die lang ersehnten Sommerferien vor der Tür! Zeit, sich mit Freunden zu verabreden, die Seele baumeln zu lassen und Abenteuer zu erleben. „Gerade unsere Anlagen, Züge und Gleise üben auf junge Menschen oft eine große Faszination aus und wecken die Neugierde. Es ist uns daher ein wichtiges Anliegen, jetzt zum Ferienbeginn noch einmal auf das richtige Verhalten auf Bahngelände aufmerksam zu machen, damit aus dem Spaß nicht plötzlich bitterer Ernst wird“, betont Markus Krittian, Eisenbahnbetriebsleiter der DB Netz AG. „Jeder Unfall ist einer zu viel – und durch das Befolgen einiger einfacher Regeln zu vermeiden.“

Der wichtigste Grundsatz lautet: Bahnanlagen sind keine Spielplätze, es ist verboten, sie zu betreten! Auch wenn ein Foto bzw. Selfie auf Bahngleisen oder die Abkürzung über die Schienen auf den ersten Blick noch so verlockend und berechenbar erscheint – hier droht ernste Gefahr! Züge können, anders als Fahrzeuge auf der Straße, Hindernissen nicht ausweichen und haben aufgrund ihrer großen Masse einen Bremsweg von bis zu 1.000 Metern. Darüber hinaus sind moderne Züge wesentlich leiser als ihre Vorgängermodelle und daher erst spät zu hören. Die Geschwindigkeit ist ebenfalls nicht zu unterschätzen: ICE-Züge sind beispielsweise im Durchschnitt mit 160 Stundenkilometern unterwegs – auch in einigen Bahnhöfen und an Haltepunkten.

„Auch das Klettern auf abgestellte Züge ist lebensgefährlich“, warnt Polizeidirektor Nicolai-Steve Schipfer von der Bundespolizei. „Immer wieder passiert ein Bahnstromunfall mit Kindern oder Jugendlichen. Die meisten dieser Unfälle enden mit schwersten Verletzungen oder tödlich. Oft ist jungen Leuten gar nicht bewusst, dass in der Bahn-Oberleitung mit 15.000 Volt etwa 65 Mal mehr Strom fließt als in der Steckdose zu Hause. Und man muss die Oberleitung nicht einmal berühren – schon bei bloßer Annäherung kann es zu einem lebensbedrohlichen Stromüberschlag kommen. Daher unser Appell: Bleibt bitte den technischen Bahnanlagen fern!“

DB AG und Bundespolizei engagieren sich bereits seit Jahren, um Unfälle zu vermeiden. Der Bedarf ist nach wie vor groß: Allein in den vergangenen fünf Jahren ereigneten sich bei der DB AG hunderte Unfälle durch unerlaubtes Überqueren der Gleise. Weitere etwa 50 Unfälle passierten im gleichen Zeitraum durch Klettern auf Waggons oder Strommasten.

 

Ende einer Odyssee: Venus kehrt heim

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In die Bildergalerie zurückgekehrt: das um 1640 entstandene Gemälde "Venus im Pelz". Foto: SPSG/Wolfgang Pfauder
In die Bildergalerie zurückgekehrt: das um 1640 entstandene Gemälde "Venus im Pelz". Foto: SPSG/Wolfgang Pfauder

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg erhält ein seit 1945 verschollenes Gemälde für die Bildergalerie zurück

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) erhält ein Gemälde zurück, das zum ursprünglichen Bestand der Bildergalerie im Potsdamer Park Sanssouci gehörte und seit 1945 als verschollen galt. Das um 1640 in der Nachfolge des flämischen Meisters Peter Paul Rubens (1577-1640) entstandene Bild „Venus im Pelz“ wurde unlängst aus deutschem Privatbesitz restituiert.

Seit 2004 kehrten knapp 40 Gemälde zurück

Somit sind seit Erscheinen des ersten Verlustkataloges der Gemäldesammlung der SPSG im Jahr 2004 knapp 40 Gemälde zurückgekehrt, darunter acht Werke der (zwischen 1763/64 und 1786 erfolgten) unter Friedrich den Großen erfolgten Hängung in der Bildergalerie. Sie sind wieder am originalen Ort im Kabinett am östlichen Ende der Galerie zu sehen, in dem meist kleinformatige Werke präsentiert werden. Mit der „Venus im Pelz“ kehrt nun das erste großformatige Gemälde in den Hauptsaal der Bildergalerie zurück.

Die Bildergalerie und ihre Gemälde

In der von Johann Gottfried Büring (1723-1788) im Auftrag Friedrichs des Großen (1712-1786) von 1755 bis 1763/64 errichteten und kostbar ausgestatteten Bildergalerie waren von Anfang an zahlreiche Spitzenwerke der niederländischen und italienischen Malerei des 16. und 17. Jahrhunderts untergebracht. Die Gemälde und ihre aufwendig geschnitzten Rahmen wurden hier mit Skulpturen, Konsoltischen, erlesenem Marmor und vergoldetem Stuckdekor zu einem Gesamtkunstwerk vereint, das bis heute einen Höhepunkt des friderizianischen Rokoko markiert.

Der bis zum Tod Friedrichs des Großen auf 178 Gemälde angewachsene Bestand veränderte sich nach 1786 mehrfach. Im Jahr 1830 wurden beispielsweise 56 Bilder in das neu gegründete Königliche Museum in Berlin abgegeben.

1942 kamen die Gemälde nach Rheinsberg

Während des Zeiten Weltkriegs wurden die Gemälde der Bildergalerie 1942 in das Schloss Rheinsberg ausgelagert. Dazu gehörte auch die „Venus im Pelz“. Ein Großteil dieser Kunstwerke wurde 1945 in die Sowjetunion abtransportiert, andere kamen unter ungeklärten Umständen in den Besitz der Bevölkerung Rheinsbergs und umliegender Orte.

Obwohl 1958 rund 40 Gemälde der Potsdamer Bildergalerie von der sowjetischen Regierung zurückgegeben wurden, müssen derzeit noch 81 Werke als Kriegsverlust bezeichnet werden.

Informationen zum Gemälde Die „Venus im Pelz“

In der Zeit Friedrichs des Großen wurde die „Venus im Pelz“ dem Œuvre von Peter Paul Rubens zugeordnet und im 19. Jahrhundert als Bildnis der Gattin seines Schülers und Kollegen Anthonis van Dyck (1599-1641) gedeutet.

Auch die in den 1930er Jahren erfolgte Zuschreibung an den Utrechter Caravaggisten Gerrit van Honthorst (1592-1656) kann aus heutiger Sicht nicht bestätigt werden. Es handelt sich um das Werk eines Künstlers aus dem Umkreis bzw. der Nachfolge von Rubens. Sicher ist, dass die um 1640 in Flandern entstandene „Venus im Pelz“ seit 1764 an der Westwand der Bildergalerie – nahe des Eingangs zum Hauptsaal – präsentiert wurde. Hier hingen hauptsächlich herausragende Werke der flämischen Malerei des 17. Jahrhunderts. 21 von 28 Bildern an dieser Wand stammten von Rubens, dessen Arbeiten im 18. Jahrhundert zu den begehrtesten Sammelobjekten zählten. Infolge der Kriegsverluste kann die heutige Hängung der „Niederländerwand“ – mit 11 von ehemals 28 Gemälden der Originalhängung – nur eine Annäherung an die historische Situation sein.

Motivisch erinnert die „Venus im Pelz“ stark an das berühmte „Pelzchen“ im Kunsthistorischen Museum in Wien: 1636/38 hatte Rubens seine zweite Ehefrau Hélène Fourment als Venus unbekleidet in einem Pelz gemalt und sich dabei vermutlich wiederum an jenem „Mädchen im Pelz“ orientiert, das Tizian (1488-1576) um 1535 porträtiert hatte. Schon die Zeitgenossen Friedrichs des Großen hatten festgestellt, dass der König vor allem solche sinnlichen oder „angenehmen“ Historiendarstellungen in seiner Bildergalerie bevorzugte. Auch insofern ist die Rückkehr der „Venus im Pelz“ von großer Bedeutung.

Bild ist stark restaurierungsbedürftig

Durch den unsachgemäßen Transport 1945 und eine ebensolche Lagerung befindet sich das Bild derzeit in einem stark restaurierungsbedürftigen Zustand. Die Wiedereingliederung des Gemäldes in die Bildergalerie wird deshalb erst nach einer umfangreichen Restaurierung möglich sein. Zudem ist der 1764 von dem „Zierathenbildhauer“ Matthias Müller (1745-1774 in Potsdam nachweisbar) gefertigte vergoldete Schnitzrahmen seit dem Zweiten Weltkrieg verschollen. Eine Rekonstruktion wäre aber auf der Grundlage historischer Fotografien möglich.

Lücken auf dem Weg des Gemäldes

Auf welchem Weg die „Venus im Pelz“ aus dem Bestand der kriegsbedingt ausgelagerten Gemälde im Schloss Rheinsberg verschwunden ist, lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen. Nach 1945 befand es sich im Besitz eines Berliner Malers und wurde aus dessen Nachlass in private Hand verkauft, bevor es aus freien Stücken der SPSG zurück übertragen(restituiert) wurde.

Angaben zum Gemälde:

Flämisch: Venus im Pelz, um 1640, GK I 7579, Öl auf Leinwand, 190 x 119,3 cm

Noch rund 2000 Kunstwerke werden vermisst

Die SPSG hat die während und nach dem Zweiten Weltkrieg verloren gegangenen Gemälde in den Verlustkatalogen „Gemälde I“ (2004) und „Gemälde II“ (2011) sowie über die Datenbank www.lostart.de publiziert. Seit Erscheinen des ersten Verlustkatalogs hat die SPSG rund 40 Gemälde zurückerhalten. Jedoch beläuft sich die Anzahl der seit dem Zweiten Weltkrieg verschollenen oder zerstörten Staffelei- und wandfesten Gemälde der SPSG auf nahezu 2.000 Objekte.

Die Schlösserstiftung untersucht seit 2003 systematisch ihre Bestände auf die Existenz unrechtmäßig entzogenen Kunstguts. Dabei wurde festgestellt, dass vermutlich rund  1.000 Objekte Fremdbesitz und die Eigentumsfragen zu überprüfen sind. Der Fremdbesitz – darunter Gemälde, Skulpturen, Möbel, Graphiken, Porzellane und Metallgegenstände – gelangte aus unterschiedlichsten Herkunftsbereichen in die Bestände der SPSG.

Ein Großteil stammt aus brandenburgischen Schlossbergungen, die im Rahmen der Bodenreform durchgeführt wurden. Die SPSG konnte als Ergebnis ihrer Provenienzforschung seit 2004 rund 158 Kunstwerke restituieren.

Am 1. Januar 2015 begann in der SPSG ein zweijähriges Projekt begonnen, das von der Arbeitsstelle für Provenienzforschung (Deutsches Zentrum Kulturgutverluste) gefördert wird. In diesem Rahmen wird die Herkunft der circa  350 nach 1945 für das Schloss Charlottenburg in Berlin erworbenen Gemälde der deutschen und niederländischen Schulen untersucht.

  • Informationen zur Bildergalerie im Park von Sanssouci:

  • Bildergalerie, Park Sanssouci 4, 14469 Potsdam
  • Öffnungszeiten: Mai bis Oktober: Dienstag-Sonntag 10-18 Uhr, Montag geschlossen
  • November bis April: Montag-Sonntag geschlossen
  • Letzter Einlass jeweils 30 Minuten vor Schließzeit.
  • Eintritt: 6 Euro / ermäßigt 5 Euro
  • Weitere Informationen unter http://www.spsg.de/bildergalerie

Auf dem Stahnsdorfer Friedhof werden Pokemons gejagt

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Noch nie waren so viele Jungendliche freiwillig auf dem Friedhof unterwegs

Seit einigen Tagen laufen viele Menschen mit fixiertem Blick auf das Smartphone durch die Potsdamer Straßen und Parks. Der Grund: Pokémon GO. Die App aus den USA erfreut sich größter Beliebtheit. Auch Personen, die für gewöhnlich lieber zockend auf dem Sofa liegen, zieht es nun raus in die Gärten, Parks und Fußgängerzonen, um Pokémon zu fangen und in Arenen zu kämpfen. Die Polizei mahnt bereits zu mehr Vorsicht im Straßenverkehr. Auch auf dem Stahnsdorfer Friedhof hat Olaf Ihlefeldt Pokemon-Jünger ausgemacht.

Zunächst war der Friedhofsverwalter in den letzten Tagen angenehm überrascht, als Scharen von Jugendlichen wissensdurstig über den Friedhof wanderten und nach den Gräbern bedeutender Persönlichkeiten suchten. Ein Gespräch mit den jungen Gästen brachte Aufschluss und Ernüchterung zugleich. Die Spielfreude treibt derzeit junge Menschen auch auf Friedhöfe um weitere Level bei der Jagd auf Pokemons zu erreichen. Durch seine facettenreiche Geschichte, die prachtvollen Grabbauten und die Gräber teilweise weltberühmter Persönlichkeiten ist der Südwestkirchhof Stahnsdorf in einen neuen Focus grückt. Wenn sich seit Jahren nur mäßig erfolgreich dafür engagiert wird, Kindern und Jugendlichen die Friedhofskultur näher zu bringen, schafft es eine App in rasanter Geschwindigkeit. In der verschlungenen und wildromantischen Friedhofslandschaft liegen die bedeutenden Gräber in großen Entfernungen voneinander, versteckt hinter Büschen und Bäumen. Die nächsten Tage und Wochen werden zeigen, ob sich diese spielerischen Friedhofstouren mit dem Ort und der Bestimmung veinbaren lassen und ob die Würde des Ortes nicht vergessen wird. Vielleicht lässt sich jedoch sogar ein Stück Bildungscharakter abgewinnen. so hofft Olaf Ihlelfeldt.

Sommerzeit ist Bauzeit auf Potsdams Straßen

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Sommerzeit ist Bauzeit auf Potsdams Straßen: Mit Beginn der Sommerferien am 21. Juli startenauch die Bauarbeiten auf zahlreichen Potsdamer Hauptverkehrsstraßen. Bis Ende August wird beispielsweise in der Zeppelinstraße (B1) an den Straßenbahngleisen gebaut, der Reiterweg wird im Kreuzungsbereich Jägerallee verbreitert und der letzte unsanierte Abschnitt der Neuendorfer Straße wird erneuert. Die Tschudistraße (B273) ist in Neu Fahrland für zwei Wochen Ende Juli und Anfang August halbseitig gesperrt. Zudem sind zahlreiche Straßen in der Innenstadt, beispielsweise die Yorckstraße, die Französische Straße und die Straße Am Kanal während der Ferienzeit abschnittsweise mindestens halbseitig gesperrt.

Geplante Baumaßnahmen in den  Sommerferien

  1. Tschudistraße

Bauherr: EWP / Bauzeit: 26. Juli – 5. August

Für die Herstellung eines Hausanschlusses wird die Tschudistraße in Höhe Am Großen Horn halbseitig gesperrt. Der Verkehr wird wechselseitig mit einer mobilen Ampel geregelt. Es besteht Staugefahr!

  1. Reiterweg

Bauherr: EWP und LHP / Bauzeit: 21. Juli – 3. September

Mehrere Maßnahmen werden im Reiterweg gleichzeitig durchgeführt: Die Kreuzung zur Jägerallee wird an der Seite zur Russischen Kolonie verbreitert. Im Reiterweg wird eine Gasleitung verlegt und anschließend der nördliche Gehweg neu hergestellt. Die Straße wird dafür halbseitig gesperrt, die Fahrtrichtung in Richtung Friedrich-Ebert-Straße wird über Jägerallee, Hegelallee umgeleitet. Die andere Fahrtrichtung bleibt bestehen. Im Schatten der Bauarbeiten werden ein Hausanschluss in der Straße Am Neuen Garten, sowie ein Hydrantenwechsel in der Alleestraße jeweils unter halbseitiger Sperrung durchgeführt. Diese Maßnahmen sind nach einer Woche beendet. Es besteht Staugefahr!

  1. Yorckstraße

Bauherr: Berliner Volksbank / Bauzeit: 21. Juli – 19. August

Wegen Straßenbau und Leitungsarbeiten wird die Yorckstraße in Fahrtrichtung Dortustraße voll gesperrt. Der Verkehr wird über die Friedrich-Ebert-Straße und Schloßstraße umgeleitet. Die Ampel an der Kreuzung Friedrich-Ebert-Straße / Am Kanal wird für den Bauzeitraum angepasst.

  1. Französische Straße

Bauherr: LHP / Bauzeit: 1. – 5. August

Wegen  der Erneuerung der Fahrbahndecke wird die Französische Straße zwischen Charlottenstraße und Am Kanal halbseitig gesperrt. Es wird eine Einbahnstraße in Richtung Am Kanal ausgewiesen. Die Fahrtrichtung zur Charlottenstraße wird über Am Kanal, Platz der Einheit, Charlottenstraße umgeleitet.

  1. Am Kanal

Bauherr: LHP / Bauzeit: 8. – 19. August

Die Fahrbahndecke der Straße Am Kanal zwischen Platz der Einheit und Burgstraße wird erneuert, daher ist die Straße wechselseitig halbseitig gesperrt. Jeweils eine Fahrtrichtung wird weiträumig über Dortu-, Charlotten-, Hebbel- und Kurfürstenstraße umgeleitet.

  1. Charlottenstraße

Bauherr: ViP / Bauzeit: 15. August – 3. September

Aufgrund von Gleissanierungen wird die Charlottenstraße im Kreuzungsbereich der Dortustraße halbseitig gesperrt. Eine Umleitung wird ausgeschildert.

  1. Zeppelinstraße

Bauherr: EWP und ViP / Bauzeit: 27. Juli – 4. August sowie 15. August – 3. September

Mehrere Baumaßnahmen werden in der Zeppelinstraße durchgeführt: Wegen einer Schachtsanierungen werden zwei Fahrspuren in Höhe Stiftstraße am Beginn der Ferien gesperrt. Es wird ebenfalls ein Hausanschluss im ohnehin gesperrten Bereich hergestellt. Während dieser Zeit steht nur jeweils eine Fahrspur pro Richtung zur Verfügung. Für Gleisbauarbeiten der ViP wird die rechte stadteinwärtige Fahrspur punktuell in Höhe Schillerplatz und Auf dem Kiewitt gesperrt.

  1. Kastanienallee

Bauherr: EWP / Bauzeit: 29. August – 23. September

Aufgrund von Leitungsarbeiten wird die Fahrbahn der Kastanienallee zwischen Haeckel- und Zeppelinstraße voll gesperrt. Die Fahrtrichtung in Richtung Zeppelinstraße wird auf die andere Fahrbahnseite geführt, die Ampel an der Kreuzung zur Zeppelinstraße wird angepasst. Die Fahrtrichtung zur Geschwister-Scholl-Straße wird weiträumig über Forststraße umgeleitet.

  1. Kaiser-Friedrich-Straße

Bauherr: EWP / Bauzeit: 25. Juli – 6. August

Wegen Leitungsarbeiten wird die Kaiser-Friedrich-Straße in Höhe Weg nach Bornim voll gesperrt. Eine Umleitung wird über den Werderscher Damm ausgeschildert. Im Schatten werden weitere Ausbesserungsarbeiten unter punktuellen halbseitigen Sperrungen in der Kaiser-Friedrich-Straße durchgeführt.

  1. Berliner Straße

Bauherr: ViP und EWP / Bauzeit: 1. – 12. August

Mehrere Baumaßnahmen werden in der Berliner Straße durchgeführt: Die Haltestelle der Ludwig-Richter-Straße wird umgebaut, sowie die Haltestelle Schiffbauergasse saniert. An der Haltestelle Mangerstraße werden Hausanschlüsse hergestellt. Es werden in diesem Zeitraum ebenfalls Fahrleitungsmasten ausgetauscht. Die Berliner Straße wird daher halbseitig gesperrt, der stadteinwärtige Verkehr wird mit über die Gleise geführt. Im Bauzeitraum fahren zwischen Holzmarktstraße und Glienicker Brücke keine Straßenbahnen, es wird Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Babelsberger Straße / Humboldtring

Bauherr: Investor / Bauzeit: 1. – 26. August

Aufgrund von umfangreichen Erschließungsmaßnahmen von Leitungen wird die Babelsberger Straße zwischen Kreisverkehr und Friedrich-List-Straße vom 1. – 11. August halbseitig gesperrt. Die Fahrtrichtung von der Friedrich-List-Straße zum Kreisverkehr bleibt bestehen. Die Fahrtrichtung zur Friedrich-List-Straße wird über Humboldtring, Lotte-Pulewka-Straße umgeleitet. Vom 15. bis voraussichtlich 26. August

wird der Humboldtring für Leitungsquerungen voll gesperrt. Eine Umleitung wird über Friedrich-List-Straße und Lotte-Pulewka-Straße ausgeschildert.

  1. Heinrich-Mann-Allee

Bauherr: EWP / Bauzeit: 25. – 29. Juli

Wehen Schachtsanierungen wird eine stadteinwärtige Fahrspur der Heinrich-Mann-Allee zwischen Gleiskurve zum Hauptbahnhof und Brauhausberg gesperrt.

  1. Rudolf-Moos-Straße

Bauherr: EWP / Bauzeit: 25. Juli – 2. September

Für eine Leitungsquerung wird die Auf- und Abfahrt Horstweg, die Rudolf-Moos-Straße, halbseitig gesperrt. Es steht nur noch eine Fahrspur pro Fahrtrichtung zur Verfügung.

  1. Horstweg

Bauherr: EWP / Bauzeit: 25. Juli – 1. August

Für eine Leitungsquerung wird der Horstweg zwischen Dieselstraße und Rudolf-Moos- Straße halbseitig gesperrt. Die Fahrtrichtung von der Großbeerenstraße zur L40 wird über Fritz-Zubeil-Straße umgeleitet. Die Fahrtrichtung zur Großbeerenstraße verbleibt im Horstweg.

  1. Großbeerenstraße

Bauherr: EWP / Bauzeit: 10. August – 16. September

In der Großbeerenstraße wird zwischen Gagarin- und Neuendorfer Straße eine Fernwärmeleitung unter halbseitiger Sperrung verlegt. Der Verkehr in Richtung Neuendorfer Straße wird über Gagarinstraße und Lilienthalstraße umgeleitet. Der Verkehr in Richtung Bahnhof Medienstadt verbleibt in der Großbeerenstraße. Staugefahr!

  1. Neuendorfer Straße

Bauherr: LHP / Bauzeit: 21. Juli – 31. Dezember

Das letzte unsanierte Teilstück der Neuendorfer Straße wird im Abschnitt zwischen Galileistraße und L40 in mehreren Bauabschnitten erneuert. Im ersten Abschnitt wird der Kreuzungsbereich der Galileistraße erneuert, die Straße dafür halbseitig gesperrt. Die

Fahrtrichtung in Richtung Großbeerenstraße wird über Galileistraße, Newtonstraße, Ziolkowskistraße umgeleitet. Im nächsten Abschnitt wird die Straße zwischen Galileistraße und L40 halbseitig gesperrt, der Verkehr in Richtung Norden – zur Galileistraße – wird weiträumig über Gerlachstraße, Konrad-Wolf-Allee, Max-Born-Straße umgeleitet.

  1. Templiner Straße

Bauherr: EWP / Bauzeit: 1. August – 9. September

Wegen Leitungsarbeiten wird die Templiner Straße in Höhe Sportplatz halbseitig gesperrt. Der Verkehr wird im Wechsel mit einer mobilen Ampel geregelt.

Potsdam verfügt über 630 Kilometer Straßennetz, 60 Kilometer Straßenschienen, knapp 1000 Kilometer Wasserrohre, 600 Kilometer Stromleitungen, 160 Kilometer Fernwärmeleitungen sowie mehr als 1500 Kilometer Telekommunikationskabel, die gewartet, saniert sowie teilweise ausgebaut und neu angelegt werden müssen. Des Weiteren muss auch die Anschluss- und Versorgungssicherheit von Anwohnern gewährleistet bleiben. Insgesamt werden pro Jahr bis zu 7000 Anträge auf verkehrsrechtliche Anordnung mit Eingriffen in den Straßenverkehr aufgrund von Baumaßnahmen in Potsdam beantragt.

Der jeweils aktuelle Stand ist unter www.mobil-potsdam.de/verkehrsmeldungen/ einzusehen.